Die Wahl zwischen einer ballastierten oder verschraubten PV-Aufständerung hängt von mehreren Faktoren ab, insbesondere von der Dachart, der Statik und den individuellen Anforderungen. Hier sind die wichtigsten Unterschiede und Vor- und Nachteile beider Systeme:Weitere Informationen finden Sie unter PV Aufständerung
1. Ballastierte PV-Aufständerung
Funktionsweise: Die PV-Module werden mit Gewichten (z. B. Beton, Kies oder Stahl) auf dem Dach gesichert, ohne es zu durchdringen.
Vorteile:
- Kein Eingriff in die Dachhaut → keine Leckagegefahr
- Ideal für Flachdächer mit ausreichender Traglast
- Schnelle und einfache Installation
- Oft günstiger, da keine aufwändigen Befestigungen nötig sind
Nachteile:
- Hohe Dachlast erforderlich
- Gefahr der Windanfälligkeit → zusätzliche Ballastierung kann nötig sein
- Kann die Dachentwässerung beeinflussen
- Weniger flexibel bei steileren Dächern
2. Verschraubte PV-Aufständerung
➡ Funktionsweise: Die PV-Unterkonstruktion wird fest mit der Dachkonstruktion verschraubt (z. B. über Dachhaken oder Schienen).
Vorteile:
- Sicherer Halt, auch bei starkem Wind
- Geringere Zusatzlast auf das Dach
- Besonders geeignet für Steildächer oder schwächere Dachkonstruktionen
- Oft langlebiger und stabiler
❌ Nachteile:
- Eingriff in die Dachhaut → Risiko für Undichtigkeiten (muss gut abgedichtet werden)
- Aufwändigere Montage
- Nicht bei allen Dachtypen möglich
Welche ist besser?
- Flachdach mit hoher Tragfähigkeit → Ballastiert ist oft die bessere Wahl, da es das Dach nicht durchdringt.
- Schwache Tragfähigkeit oder starke Windlasten → Verschraubt ist oft die sicherere Option.
- Steildächer → Verschraubung ist meist notwendig.
Tipp: Ein Statiker oder Solarteur sollte die Tragfähigkeit des Dachs prüfen, bevor eine Entscheidung getroffen wird.